Hereingabe vom 22. Februar 2012
Hertha BSC hat Otto Rehhagel als neuen Trainer bis zum Saisonende verpflichtet. Für mich ist das ein toller Coup. Berlins in die Kritik geratener Manager Michael Preetz hat es wunderbar verstanden, sich damit aus der Schlusslinie zu nehmen, und wir Fußballfans dürfen uns auf einen echten Altmeister freuen. Ja, vielleicht führt die Rückkehr von »König Otto« auch dazu, dass man sich an manch anderen ins Hintertreffen geratenen guten Trainer erinnert und ihm wieder eine Chance gibt, auch wenn er vielleicht jahrelang nicht mehr in der Bundesliga tätig gewesen ist. Davon gibt es nämlich eine ganze Menge. Und Rehhagel beweist ja gerade, dass man auch nach zwölf Jahren noch absolut auf dem Laufenden sein kann.
Schalkes Erfolg sei die Bestätigung seiner Arbeit, hat Felix Magath vor dem Spiel seines VfL Wolfsburg gegen die Königsblauen verlauten lassen. Nun ist das keine wirklich überraschende Aussage. Erstens entspricht sie Magaths Selbstsicht und zweitens ist sie logisch: Wenn man seinem ehemaligen Verein einen Kader mit deutlich über 30 Spielern hinterlässt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass zehn davon in der Anfangsformation stehen, nun mal zwangsläufig recht hoch.
Ach ja, und Manuel Neuer hätte er nicht verkauft, sagt Magath. Das ist leicht behauptet, weil nicht nachprüfbar. Schalkes Fans jedenfalls quittierten es auf ihre Weise. Sie skandierten: »Nie mehr Felix Magath!«
Das war ein verbaler Stinkefinger aus vielen tausend Kehlen.
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Gladbacher Götterdämmerung?
Hach ja. Die Gerüchteküche brodelt mal wieder. Nachdem es zur Winterpause nach der frühzeitigen Bekanntgabe der Wechsel von Marco Reus (zu Borussia Dortmund) und Roman Neustädter (zu Schalke 04) nicht geklappt hat, Unruhe bei Borussia Mönchengladbach zu erzeugen und der VfL sogar tabellarisch noch besser dasteht als zum vergleichbaren Zeitpunkt der Hinrunde, wird nun eben anderweitig zu zündeln versucht. Statt Informiertheit beweisen einige Medien damit aber nur, wie parteiisch sie sind. Weiterlesen →
Mario Baslers Matthäus-Passion
Wenn man Mario Basler um eine Selbsteinschätzung bäte, würde er sich sicherlich als jemand charakterisieren, er sich nicht den Mund verbieten lässt, der klare Kante fährt und ungeschminkt seine Meinung sagt. Das wäre er vielleicht auch – so er denn nicht ständig nur das täte, was von ihm erwartet wird. Tatsächlich nämlich sind Baslers Sprüche gähnend langweilig, weil immer gleich und abgedroschen. Seine klare Kante ist Schwarzweißmalerei, seine ungeschminkte Meinung von Visagisten des Boulevards für die Stammtische »aufgehübscht«. Basler ist ein Rollenspieler in des Wortes schlechtestem Sinne. Er dampf- bzw. rauchplaudert ganzjährig auf Büttenredenniveau, dass es eine Pracht ist – und scheint nicht zu merken, dass er damit geradewegs den Lotharsweg entlang pilgert. Weiterlesen →
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Köln: Alles Schlampen außer Mutti Poldi
Lukas Podolski hat – nicht zum ersten Mal übrigens – ein Interview gegeben und sich darin über nicht gehaltene Zusagen seines Vereins 1. FC Köln beklagt. Beschwören kann ich es nicht, aber ich möchte fast wetten, ähnliche Aussagen gab es von »Prinz Poldi« auch schon vor seiner letzten Vertragsverlängerung in der Domstadt. Vielleicht wurde sogar wieder mal Fragen-Recycling betrieben. Doch sei es, wie es sei: Podolski kann sich solche Interviews aus dem Krankenstand erlauben, denn Kölns Anhänger verzeihen ihm einfach alles. Dabei ist ihr Stürmerstar vielleicht weit eher das Problem als die Lösung. Weiterlesen →
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Die Knochenbrecher
Ich habe eine Theorie. Zugegeben, eine gewagte, aber dennoch eine, die so leicht nicht von der Hand zu weisen ist, wie ich finde. Diese Theorie besagt, dass die große Zahl der Gesichtsverletzungen in dieser Saison mitnichten Zufall und das Ergebnis normaler Zweikämpfe ist. Denn Zweikämpfe werden auch im Training geführt – und trotzdem geht nicht jede Woche irgendwo ein Spieler mit lädierter Nase, gebrochenem Kiefer oder aufgeplatzter Augenbraue aus den Einheiten hervor. Weiterlesen →
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Nur keine Aufregung!
Der VfL Wolfsburg und die TSG 1899 Hoffenheim haben 13-Jährige »verpflichtet«. Und jetzt ist die Aufregung natürlich groß. Die Reaktionen reichen von Entrüstung über staatstragende Besorgnis um das Kindeswohl bis hin zu Vergleichen mit Lionel Messi. Dabei könnte man auch schlicht und ergreifend sagen, ein Jugendspieler hat den Verein gewechselt. Das kommt jedes Jahr tausendfach vor – und niemanden kümmert es. Weiterlesen →
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Deutschland, deine Torhüter
Es schon enorm, was sich im vergangenen Jahr und speziell in dieser Saison zwischen den Pfosten der Bundesligisten alles getan hat. Auf keiner Position hat es so viele Veränderungen gegeben wie auf der des Torhüters. Für mich ein Grund, die Verschiebungen zum Jahresauftakt 2012 noch einmal Revue passieren zu lassen. Weiterlesen →
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Geld schießt eben (doch) keine Tore
Manchester City – die Millionentruppe von der Bauchtanzpuppe – ist sang- und klanglos aus der Champions-League ausgeschieden. Der FC Chelsea heuert, feuert, kauft und verkauft wie wild und hechelt dem großen Ziel, dem Titel in der Königsklasse, doch noch immer hinterher. Und auch in Deutschland ist das Gezeter um die vermeintliche Wettbewerbsverzerrung durch Klubs wie Wolfsburg, Leverkusen und Hoffenheim längst verstummt. Weiterlesen →
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Das falsche Signal
Es ist Vorweihnachtszeit, insofern könnte man im Moment getrost »Alle Jahre wieder« anstimmen. Denn alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind sondern auch die Diskussion um den Profi-Schiedsrichter. Gegen den wehren sich die deutschen Unparteiischen völlig zu Recht. Denn neben den bekannten Argumenten, die gegen einen Profi-Schiedsrichter sprechen, zeigt auch die Aktualität um Babak Rafati, dass die Einführung des Unparteiischen im Hauptberuf das falsche Signal wäre. Weiterlesen →
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Dortmunder Fußball-Schädlinge
Ich will Thomas Hennecke ja zugestehen, dass er beim kicker nicht nur der »BVB-Experte« ist sondern in gewisser Weise auch Fan des Vereins und als solcher enttäuscht vom Abschneiden des immer noch amtierenden deutschen Meisters in der diesjährigen Champions League. Aber der Rundumschlag, zu dem der Redakteur des Blattes in der Ausgabe vom Donnerstag (8. Dezember) ausholt, ist dann doch reichlich übertrieben. Weiterlesen →