In eigener Sache: Warum dieser Blog werbefrei ist

Werbung: Ungeschickt und einfallslos

Falls Sie einen Werbeblocker benutzen: Hier können Sie ihn getrost abschalten. Denn wie Sie sehen (werden), sehen Sie nichts. Dabei bin ich eigentlich käuflich. Nur waren die potenziellen Einkäufer bislang zu wenig bemüht. Weiterlesen

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Rücktritt von Lucien Favre bei Borussia Mönchengladbach

Ein Abgang mit fadem Beigeschmack

Als ich vor etwas mehr zwei Monaten den Artikel über Lucien Favre als meinen persönlichen Trainer des Jahres geschrieben habe, hätte ich mir nicht träumen lassen, dass der erste Trainerwechsel der neuen Saison ausgerechnet bei Borussia Mönchengladbach vonstatten gehen würde. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Weiterlesen

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Filmkritik Fußball – Ein Leben: Franz Beckenbauer

Der weltbürgerliche Kleingeist

Okay, wenn »Kaiser« Franz Beckenbauer 70 wird, dann bedarf das wohl einer gewissen »Würdigung«. Und dass so ein Portrait zum runden Geburtstag dann eher wohlwollend ausfällt und nicht zur großen Abrechnung oder gar Demontage genutzt wird – auch okay. Aber was die ARD zur (fast) besten Sendezeit am Sonntagabend gebracht hat, war keine Dokumentation sondern eine BRAVO-Homestory für Rentner. Weiterlesen

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Rudi Völler: Absurde Kritik an Marcell Jansen

Völler im Normierungswahn

Die Drama Queen hat wieder zugeschlagen. Rudi Völlers Attacke-Ziel diesmal: Marcell Jansen. Der Grund: Jansen wagt es, seine Karriere im Alter von 29 Jahren zu beenden, obwohl er nicht Sportinvalide ist. Was die meisten Menschen respektieren oder zumindest schulterzuckend mit einem »Wer kann, der kann!« oder »Soll er doch!« hinnehmen, ist für Völler ein »Schlag ins Gesicht aller Jugendlichen, die gern Fußballprofi werden würden«. Jansen seinerseits hat auf die an den Haaren herbeigezogenen Vorwürfe erfreulich gelassen und sachlich reagiert – und sich damit ganz nebenbei von einem abgegrenzt, der sich sein Leben lang nicht vom Fußball emanzipiert hat. Weiterlesen

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Der Trainer des Jahres: Lucien Favre von Borussia Mönchengladbach

Der Bessermacher

Beim FC Bayern München gewonnen und gegen den deutschen Rekordmeister in der Saison ohne Niederlage und Gegentor geblieben. Die Heimspiele gegen die direkte Konkurrenz aus Wolfsburg und Leverkusen gewonnen. Erstmals überhaupt in Hoffenheim gewonnen. Nach Ewigkeiten mal wieder in Bremen und in Stuttgart gewonnen. Borussia Dortmund und Schalke 04 ohne Punkte nach Hause geschickt: Trotz einer Saison mit Doppelbelastung durch die Europa League spielt Borussia Mönchengladbach 2015/2016 erstmals in der Vereinsgeschichte Champions League. Angesichts dessen kann es bei der Frage nach dem Trainer des Jahres nur eine Antwort geben: Es ist Gladbachs Lucien Favre. Weiterlesen

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Bundesliga-Aufstieg SV Darmstadt 98

Wie ein Zeichen vom Fußballgott

Okay, auf Platz 1 der zweiten Liga ist mit dem FC Ingolstadt 04 einer dieser Vereine gelandet, an die wir uns in Zukunft wohl gewöhnen müssen – ein Werbevehikel für den ortsansässigen Automobilkonzern und andere Unternehmen in einer Stadt, von der Engländer sagen würden, dass sie ansonsten ein »great place to get away from« ist. Aber auf dem zweiten direkten Aufstiegsplatz, da landete eben nicht »RasenBallsport« Leipzig, dieser Nicht-Verein mit seiner schnieken WM-Arena und dem vielen Geld, sondern der SV Darmstadt 98. In dessen Stadion steht vielleicht an manchen Ecken noch das Unkraut auf der Tribüne, dafür wachsen dort aber auch noch Träume. Der Aufstieg der Lilien aus Hessen, er ist wie ein Zeichen vom Fußballgott. Weiterlesen

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Was die Medien wirklich meinen, wenn sie über Trainer berichten

Das ABC der Trainer-Etiketten

Wir alle wissen ja, was es bedeutet, wenn im Arbeitszeugnis steht: »Hat sich stets bemüht.«
Aber was bedeuten eigentlich die Schlagwort-Etiketten, die Medien Trainern so gern anheften? Hier ein kleiner Überblick in alphabetischer Reihenfolge. Weiterlesen

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Roger Köppel: Deutschlands böser Quoten-Schweizer

Die Schweiz bin ich … nicht!

Roger Jürg Köppel tingelt seit Jahren als eine Art »böser Quoten-Schweizer« durch deutsche Talkshows. Ob Steuerhinterziehung, Minarettverbot, Zuwanderungsbeschränkung oder nun die FIFA und ihr Präsident Joseph S. Blatter: Immer bekommt Köppel das Podium geboten, sein Bild der Schweiz zu präsentieren. Und er kann sich ins Fäustchen lachen, denn die von ihm ansonsten bei jeder Gelegenheit geschmähten deutschen »Service-public-Sender« machen sein Spiel mit. Die Schweizer indes schütteln oft den Kopf darüber, dass ein einziger Mann, der in seiner Heimat zudem nur ein vergleichsweise kleines Licht ist, so unverhältnismäßig oft für sie sprechen darf. Weiterlesen

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Korruption im Fußball

Wie weit reicht unsere Objektivität?

Der Rücktritt von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter mag ein Symbol für die Hoffnung sein, dass auch die vermeintlich oder tatsächlich Mächtigen dieser Welt nicht ungeschoren davon kommen, wenn/falls sie sich etwas zuschulden kommen lassen haben. Aber der eigentliche Prozess der Aufarbeitung könnte schmerzhaft werden. Denn wenn es tatsächlich um die grundlegende Reform eines ganzen Systems gehen sollte, passen Aufklärung und prä-aufklärerische Personifizierung alles Schlechten nicht zusammen. Weiterlesen

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Schweinsteiger, Lahm, Götze, Schürrle, Podolski: Die geschmähten Weltmeister

Der Mohr kann gehen

Den Weltmeistern von 1990 haben wir den roten Teppich ausgerollt, sie für ihre Rückkehr in die Bundesliga gefeiert und so einen Boom in der höchsten deutschen Spielklasse ausgelöst. Die Weltmeister von 2014 hingegen werden nach nicht mal einem Jahr kritisiert. Schweinsteiger gilt als zu verletzungsanfällig, Lahm als zu alt, Götze als nicht durchsetzungsfähig, Schürrle als zu inkonstant und Podolski als Auslaufmodell. Statt die enorme Leistung des Titelgewinns in Brasilien zu würdigen, führen Erfolgsfans und -journalisten hierzulande einen Nörgelwettbewerb auf. Weiterlesen

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