Rückblick auf die Vorrunde 2013/2014

War da was?

Vielleicht warten Sie ja schon darauf, dass ich was zur Vorrunde 2013/2014 schreibe. Will ich auch schon seit Tagen. Aber weil die von Jürgen Klopp befürchteten »schottischen Verhältnisse« in der Bundesliga früher eingetreten sind als erwartet, fällt mir das ehrlich gesagt sehr schwer.

Der FC Bayern München hat das Verlieren eingestellt. Ja, er muss in der Bundesliga anscheinend noch nicht einmal mehr mitspielen, um Meister zu werden. Weilt der Triple-Sieger beispielsweise bei der Klub-Weltmeisterschaft in Marokko, um mal eben den Titel und ein paar weitere Millionen abzuholen, dann patzen in der Heimat prompt die sogenannten »Verfolger«, um den Tabellenstand bloß nicht zu verfälschen. Nett von ihnen.

Alle Versuche, so zu tun, als stünde die Titelverteidigung des Triple-Siegers noch nicht fest, scheiterten denn auch kläglich. Mal sollte aus dem FC Bayern vergeblich ein FC St. Mauli gemacht werden, mal wurde eine Diskussion um die beste Position von und für Philipp Lahm angestrengt. Und dazu immer wieder die Frage: Begreifen die Spieler das »System Guardiola«? – Die Antwort liefern die sattsam bekannten Statistiken und Tabellenstände. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

Wäre in Sinsheim nicht zwischenzeitlich mal ein Loch im Tornetz gewesen und getroffen worden, es wäre praktisch nichts los gewesen in der Bundesliga. Schalkes Trainer Jens Keller wurde von der Bild-Zeitung wieder mal im Zweiwochenrhythmus arbeitslos geschrieben und ist doch noch im Amt. Alles wie gehabt also.

Die tatsächlichen Trainerentlassungen (Fink, Labbadia, Wiesinger und zuletzt Slomka) gingen vergleichsweise schnell über die Bühne, hatten nichts Sensationelles und konnten mithin nicht sonderlich ausgeschlachtet werden. Weder der HSV noch der Club haben sich nach den Trainerwechseln übrigens verbessert.

Wer das Pech hatte, eine E-Mail-Adresse bei Web.de, freenet.de oder ähnlichen Portalen zu haben, der kam ansonsten nicht an ständig neuen Storys über Silvie, Sabia und Rafael vorbei. Seitensprünge wurden enthüllt, gebeichtet und bereut. Über noch mehr Seitensprünge wurde spekuliert. Ganz ehrlich: Dann doch schon lieber Redtube, oder?

Ach ja, inzwischen gibt es übrigens Entwarnung: Sabia und ihr Rafael lächeln via Twitter wieder in die Kamera, vermelden die Klatschspalten froh. Alles ist wieder gut. Oder so.

In diesem Sinne: Genießen Sie die Winterpause. Sie wird vermutlich spannender als die Rückrunde.

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