Was die Medien wirklich meinen, wenn sie über Trainer berichten

Das ABC der Trainer-Etiketten

Wir alle wissen ja, was es bedeutet, wenn im Arbeitszeugnis steht: »Hat sich stets bemüht.«
Aber was bedeuten eigentlich die Schlagwort-Etiketten, die Medien Trainern so gern anheften? Hier ein kleiner Überblick in alphabetischer Reihenfolge.

Akribischer Arbeiter = Kontrollfreak/Workaholic

Alter Hase/Fahrensmann = Hat in den letzten 20 Jahren 27 Vereine trainiert und keiner weiß, warum

Analytiker = Malt gerne Pfeile und Kreise

Autoritär = Nicht nur wie jeder Trainer ein Armleuchter, sondern auch noch ein Soziopath, der nicht mal den Anschein erwecken will, er sei nett

Der richtige Mann = Verzweifelt genug, den untrainierbaren Sauhaufen für das angebotene Gehalt zu übernehmen

Detailversessen = Nerdig

Direkt in seiner Art = Unhöflich

Disziplinfanatiker = Choleriker und Diktator

Dünnhäutig = Hat einige Boulevardmedien kritisiert (und Recht damit)

Eloquent = Kann unfallfrei einfache Schachtelsätze bilden

Engagiert an der Seitenlinie = Macht sich zum Affen, alle kirre und begrabscht Leute

Erfrischend neu = Macht auch nichts anders als andere Trainer, aber lacht dabei demonstrativ viel

Favorisiert das Offensivspiel = Mannschaft rennt blind nach vorn

Feuerwehrmann = Hat noch nie irgendwo länger als maximal zwei Jahre gearbeitet

Gewiefter Taktiker = Pedant

Großer Motivator = Schwätzer

Gut vernetzt = Hat ein internetfähiges Mobiltelefon

Hat eine gute Ansprache = Drückt sich so einfach aus, dass auch die größten Deppen ihn verstehen

Hat seine Stammelf gefunden = Lässt Spieler auf der Tribüne versauern

Hat sich gewandelt = Ist immer noch genau so wie früher, trainiert jetzt aber Bayern München

Konzepttrainer = Unflexibel

Kult-Trainer: Hat’s hinter sich und prostituiert sich jetzt als TV-Experte

Lässt die Spieler an der langen Leine = Legt nicht genug Wert auf Disziplin

Legt Wert auf eine stabile Defensive = Mannschaft stellt sich hinten rein

Lockerer Vogel = Kann in der Öffentlichkeit gut überspielen, dass er wie jeder Trainer ein autoritärer Armleuchter ist

Medienprofi = Sitzt oft in Talkshows und steckt Journalisten gern mal Informationen

Meister der Rotation = Würfelt die Mannschaft immer wieder vogelwild durcheinander

Mit klaren Vorstellungen = Besserwisserisch und beratungsresistent

Moderner Trainer = Nervt mit technischem Schnickschnack und Modewörtern

Polyglott = Spricht außer seinem heimischen Dialekt auch noch leidlich Hochdeutsch und Schulenglisch

Prozesstrainer = Verhinderter Architekt und Landschaftsgärtner, der das Vereinsgelände umgestaltet

Ruhiger Vertreter = Dem ist alles egal

Sachlich = Humorlos

Schafft Strukturen = Reißt alles an sich

Schleifer = Konditionstrainer mit A-Schein

Schweiger = Redet nicht genug (mit den Medien)

Setzt auf Erfahrung = Gibt Talenten keine Chance

Setzt auf die Jugend = Verärgert ältere Spieler

Spricht die Sprache der Spieler = Berufsjugendlicher

Taktisch flexibel = Hat kein Konzept

Trainer alter Schule = Steht auf Kopfballpendel und Medizinbälle

Teamplayer = Macht nix selbst

Temperamentvoll = Proll ohne jede Impulskontrolle

Tüftler = Ändert um des Änderns willen

Vaterfigur = Eigentlich Opa. Sollte jedenfalls schon längst in Rente sein

Weltenbummler = Musste jeden Job annehmen

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